Unsinn und Verstand

… was auch immer

Leise Töne

Wie die Brandung raunt
so auch der Wind mir flüstert
Lebe wahrhaftig

Müßig am Strand

Wie in der Sanduhr
treiben Gedanken und Zeit
halbe Leere bleibt

Horizonte

Morgens unsichtbar
ferne Berge rücken nah
erst im Abendlicht

In guter Gesellschaft

Ein vergilbtes Buch
halber Mond über der Bucht
im Rücken Sonne

Fauler Reim

Petit déjeuner
nicht die Bohne von Idee
beim Café aux lait

Schwindel, Herzklopfen
Konsequenz des Koffein
kein Gedicht darin

Abnehmend

Kranker in Decken
wie der Mond in den Wolken
Nacht für Nacht dünner

Aber die Amsel singt

Kurz fasste ich mich
nur fünf-bis siebensilbig
jetzt schreibe ich nicht

Februarregen
tröpfelt trist
grau macht einsilbig

Flair

Südlicher Schimmer
bleibt der Sonne verborgen
durchdringt das Zimmer

Wie warmer Atem
in morgendlicher Kühle
unter der Decke

Einsicht an der Straßenecke

Bei Dunkelheit stand
oben der Mond, unten ich
belächelte mich

Ruheraum

Innere Stimme
seltsam, wie die Außenwelt
sie verstummen lässt