Unsinn und Verstand

… was auch immer

Sommergedicht

Seidige Schleier
Perlen schimmernd auf der Haut
Feuchtigkeit und Salz

Wenig poetisch
in dieser Affenhitze
Schweiß in Wirklichkeit

Morgens halb 8

Das leise Rascheln
ein Schatten huscht, klappt die Tür
sagt mir sie ist wach

Die freie Minute

Bläst Trübsal und Rauch
füllt Nichtstun mit Tätigkeit
steht, zieht, doch schießt nicht

Nur in Gedanken
wenn er in die Gegend schaut
am Glimmstengel saugt

Liebesbrief

Du bist immer da
lebenslanger Geliebter
selbst wenn ich tot wär’

Kühl erscheinst du nur
stimmst mich melancholisch
doch wärmst mir mein Herz

Bist in guter Form
ein erfreulicher Anblick
in jeder Phase

Stets inspirierend
von wem kann man das sagen?
Nur von dir, mein Mond

Ein Beispiel

Nicht daß sie wüsste
Druckbuchstaben in der Luft
im Flug geschrieben

Allerdings sinnlos
da sitzt sie an der Decke
nichtsahnend wieso

Was weiß ich besser?
die Fliege tut was sie kann
kein falsches Leben

Freiluftkino

Weiße Schildkröten
schwimmen im luftigen Blau
als Wolkenbilder

Schieben einander
zu einem schwebenden Berg
Gestaltenwandler