Unsinn und Verstand

… was auch immer

Optionen

In dunkler Stimmung
die einen liegen nieder
andre singen Lieder

Passanten, Vaganten

In dichter Distanz
drängen und weichen sich aus
nach Straßenverlauf
einige halten inne
wo die Musik spielt
Die Härte des Pflasters spürt
der am Boden liegt

Weniger

Zwölf Uhr, zwei Gedichte
machen Geschichte
bis Mitternacht

Vorabendamusement

Über Tageslicht
blaue Schleier legen sich
bald nass von Regen

Tröpfeln auf’s Gesicht
des Mondes in der Pfütze
bis er sich kringelt

Geduckt

Nicht der Wind verrät
ein Zucken das Gras bewegt
des Hasen Versteck

Nach draussen

Schade, als ich ging
verfing ein Sonnenstrahl sich
am Fensterrahmen

Und Vögel sangen
mir nach bis auf die Straße
wo Lärm mich empfing

Mit dem Wind

Ich höre den Herbst
das melodische Knistern
trockenen Laubes

Der dunkle Teil

Sein zweites Gesicht
bringt weder Licht noch Farbe
abends zu Tage

Schattenseitiger
im Widerschein der Erde
aschgrau reflektiert

Die neue Sichel
umarmt den abgewandten
dunklen alten Mond

Die Privilegierten

Auch in schwarzer Nacht
wer dahinter sitzt genießt
sicher die Sterne

Silbrig abgegrenzt
kalt schimmernd bei Neumondlicht
Zaun gegen draussen

An Hass und Feuer
würde niemand hier denken
man spricht nur davon

Sprichwörtlich

Mehr Hüte braucht man
ein anderes paar Schuhe
oder zwei Leben